So nutzt du einen Teleprompter
Praxis-Ratgeber ohne Fachchinesisch: Teleprompter aufbauen, Blickachse einstellen, Scroll-Geschwindigkeit wählen und die Fehler vermeiden, die das Ablesen verraten.
Ein Teleprompter scrollt dein Skript im Takt deines Vortrags, damit du in die Kamera – und zum Publikum – schaust statt auf Notizen. So baust du ihn auf und nutzt ihn gut, ob YouTube-Video, Kurs oder Call.
1. Die Position stimmt
Der größte Faktor für Natürlichkeit ist die Blickachse. Bring den Text so nah wie möglich an die Linse:
- Handy/Tablet: direkt neben oder unter der Linse.
- Webcam/Calls: Skript in einem Fenster direkt unter der Webcam fixieren.
- Studio: ein Strahlteiler legt den Text über die Linse.
2. Formatiere das Skript zum Lesen
- Große Schrift, hoher Kontrast (heller Text auf dunklem Grund).
- Wenige Wörter pro Zeile, damit die Augen nicht weit wandern.
- Kurze Sätze: schreib, wie du sprichst.
- Markiere Pausen, Betonung und Atempunkte.
3. Wähle die Scroll-Art
- Sprachgesteuert: der Prompter hört zu und scrollt mit, während du sprichst (in TelePRO: Speechscroll). Am besten für natürlichen, variablen Vortrag.
- Wörter pro Minute: setze ein Tempo, der Text folgt.
- Getimt: passt das Skript in eine feste Dauer; ideal für Werbung.
- Feste Geschwindigkeit: ein gleichmäßiges manuelles Tempo.
4. Timing vor dem Dreh
Kenn die Länge, bevor die Kamera läuft. Füge dein Skript in den Wörter-zu-Zeit-Rechner ein oder rechne von einem Slot rückwärts. Tempo unklar? Nimm eine Minute auf und prüfe sie mit dem WPM-Rechner.
5. Einmal proben, dann aufnehmen
Ein Durchgang glättet den Rhythmus und zeigt die Stolperstellen. Passe Größe und Tempo an, bis es angenehm ist, dann nimm auf. Verhaspelst du dich, setz am Satzanfang neu an: saubere Schnitte schlagen perfekte Takes.